BURNOUT

Selbsterkenntnis und passende Lösungsstrategien helfen die Anforderungen zu meistern

Was ist Burnout?

Ein Burnout-Syndrom kann prinzipiell jeden treffen. Überlastungen und andauernde Stresssituationen im Beruf oder auch im Privatleben sind die Ursache.

Voraussetzung ist die Verrichtung einer Arbeit, worunter jede zielgerichtete, soziale, körperliche und geistige Tätigkeit verstanden wird.  So kann beispielsweise die Pflege eines schwerkranken Angehörigen oder ehrenamtliche Hilfe ebenfalls zu einem Burnout führen. 

In unserer erfolgsorientierten Gesellschaft gilt es zu „funktionieren“ und Leistung zu erbringen. Glücksversprechungen durch Konsum und Ansehen lassen die wirklich wichtigen Dinge im Leben oft vergessen. So werden Beziehungen und Freundschaften hintangestellt, familiäre und soziale Rituale, die so wichtig und wohltuend wären verlieren an Bedeutung. Das tägliche Bombardement durch mediale Inhalte, soziale Netzwerke und die selbst auferlegte Verpflichtung immer und überall erreichbar zu sein, nehmen den Betroffenen die letzten Rückzugsmöglichkeiten um sich zu erholen.

Die Entwicklung eines Burnouts ist komplex und von einer Vielzahl an Faktoren abhängig. Damit besteht aber auch die Chance durch kleine Veränderungen in der persönlichen Einstellung und dem Verhalten große Verbesserung der eigenen Befindlichkeit mit einem Mehr an Zufriedenheit zu erreichen.

ANZEICHEN UND SYMPTOME

Burnout ist keine Erkrankung im herkömmlichen Sinne. Burnout ist vielmehr ein Prozess mit einem oft jahrelangen Verlauf. Dementsprechend sind auch die Symptome, je nach Ausprägungsgrad sehr unterschiedlich. Bei fortgeschrittenem Burnout-Syndrom sind folgende Symptome zu beobachten.

Körperliche Symptome

Psychische Symptome

Verhaltensänderungen

DIAGNOSE BURNOUT

Entscheidend ist die die frühzeitige Erkennung eines Burnout-Syndroms. Dies umso mehr als es auch Wegbereiter für koronare Herzerkrankungen, Diabetes Typ II sowie Depressionen und Suchterkrankungen darstellt.

Dem entsprechend sind die ärztliche Untersuchung und Diagnose, etwaiger somatischer sowie psychiatrischer Erkrankungen voran zu stellen. Diffuse, oft wechselnde körperlichen Beschwerden ohne eindeutigen Befund sollten immer auch an ein Burnout denken lassen. Da Betroffene dies zu Beginn nicht in Erwägung ziehen, bedarf es einer ausführlichen, zielgerichteten Erhebung aller Beschwerden unter Berücksichtigung der momentanen Lebenssituation.

Neugier, großes Interesse und Engagement sowie hohe Erwartungen in der Erfüllung einer, oft sinnstiftenden Tätigkeit sind vielfach der persönliche Ausgangspunkt eines Burnout-Syndroms. Oft unbemerkt nimmt die Arbeitsbelastung zu, der Druck wird größer und Enttäuschungen sowie Kränkungen im Rahmen der Tätigkeit bleiben nicht aus. Trotz überfordernder Arbeitsbedingungen und Dauerstress erhöhen Betroffene weiter ihr Arbeitspensum womit kein Platz für Erholung bleibt. Psychische und körperliche Erschöpfung mit einer zunehmenden Gereiztheit und Widerwillen das zu tun wofür man sich so engagiert hat sind eindeutige Symptome im Rahmen eines Burnout-Syndroms und bedürfen einer Behandlung. Ansonsten droht Gefahr schwer körperlich oder psychisch zu erkranken.

PRÄVENTION UND BEHANDLUNG BEI BURNOUT

Burnout Prävention setzt die Erkenntnis voraus, dass andauernder Stress und Überbelastung bei jedem Menschen gesundheitliche Schäden hervorrufen.

Dies zu akzeptieren und danach seinen Alltag neu auszurichten ist für Betroffene schwierig. Coaching, Supervision oder psychotherapeutische Interventionen helfen in jedem Stadium des Burnouts neue Einsichten zu gewinnen und Maßnahmen zu ergreifen um zu einem gesünderen und zufriedeneren Leben zurückzufinden. 

Professionelle Hilfe ist angezeigt. Dadurch werden die eigenen, individuellen Ressourcen wiederentdeckt und aktiviert, sodass die ganz persönliche Lösungsstrategie gefunden werden kann. 

Gutgemeinte Ratschläge von Angehörigen und Freunden sind wichtig. Leider selten hilfreich, weil die Fähigkeit der objektiven Beurteilung eingeengt ist und nur jene Ratschläge angenommen werden können, welche in das angeschlagene Denkmuster passen. 

Zudem wird, völlig unbewusst Kontakt zu all jenen Menschen gesucht, die sich in einer ähnlichen Situation befinden womit die Abwärtsspirale vorangetrieben wird. So verwundert es nicht, dass (innere) Kündigungen und längere Krankenstände zunehmen. Auch bei den krankheitsbedingten Frühpensionierungen liegen psychische Störungen an oberster Stelle. Es ist davon auszugehen, dass Erkrankungen als Folge eines Burnouts hierfür mitverantwortlich sind.   

BOURNOUT BEI ÄRZTEN UND PFLEGEKRÄFTEN

Nach neueren Untersuchungen leiden etwa 20 Prozent der im Gesundheitssystem Tätigen an manifesten Beschwerden im Sinne eines Burnout-Syndroms.

Um zu funktionieren und weiter seiner Pflicht nachkommen zu können werden vielfach Medikamente und Alkohol als Selbsttherapie eingesetzt. Dieser Umstand ist weitgehend Tabu. Die Ökonomisierung unseres Gesundheitssystems mit all ihren Auswüchsen hier alleine für das Burnout-Syndrom verantwortlich zu machen, wäre allerdings zu kurz gegriffen.

Selbstbild und eigene Erwartungshaltung gehen Hand in Hand mit dem zunehmenden Druck der Leistungsträger. In der Bewältigung eines Burnout-Syndroms ist professionelle Unterstützung hilfreich da die Selbstreflexion und Problemlösungsstrategien vielfach stark eingeengt sind. Problematisch erscheint weiterhin das mangelnde Problembewusstsein das die Früherkennung erschwert.

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