Depression

Der Weg raus aus dem Seelentief

Was ist eine Depression?

Depressionen zählen zu den weltweit häufigsten Erkrankungen werden aber hinsichtlich Ihrer Bedeutung auf das individuelle Wohl wie auch deren gesellschaftlichen Auswirkungen weiterhin unterschätzt. Knapp jeder fünfte Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens an einer Depression.

Bild eines Mannes mit Depression

Eine Depression ist eine schwerwiegende und ernst zu nehmende Erkrankung. Die Ursachen für Depressionen sind ein komplexes Zusammenspiel sozialer, psychologischer und biologischer Faktoren. Depressionen wirken sich negativ auf das Gefühlsleben, die Denkweise und das Verhalten der Betroffenen aus. Im Gegensatz zu rein problembezogenen, kurzdauernden Stimmungsschwankungen sind depressive Krankheitsphasen lange anhaltend.

Bei einigen Menschen treten im Verlauf wiederkehrender Depressionen auch längere Phasen ungewöhnlicher Hochstimmung oder Gereiztheit auf. Dies in Erfahrung zu bringen und richtig einzuschätzen ist schwierig und braucht ein hohes Maß an Erfahrung des Arztes. Das Auftreten von so genannten hypomanischen oder manischen Phasen ist aber für die weitere Therapieentscheidung von großer Bedeutung.

Anzeichen & Symptome einer Depression

Der gelegentlich leichte, sich langsam steigernde Beginn der Symptome bewirkt, dass familiäre oder berufliche Probleme als vorschnelle Erklärung herangezogen werden. Daraus resultierende Versuche, wie durch einen Urlaub sich erholen zu wollen, scheitern regelhaft, da die Depression unbehandelt weiter besteht und der gewünschte Erholungseffekt ausbleibt. So ist auch erklärbar, dass eine Vielzahl an depressiven Menschen sich ihrer Erkrankung nicht bewusst sind da „Alltagsprobleme“ als alleinige Ursache verantwortlich gemacht werden und eine hilfreiche Therapie ausbleibt.

Körperliche Symptome

Psychische Symptome

Verhaltensänderungen

DIAGNOSE BEI DEPRESSION

Für die Diagnosestellung einer Depression, ist neben psychiatrischem Fachwissen auch viel an allgemeinmedizinischer Erfahrung notwendig. Dies umso mehr, als viele depressive Menschen eher über unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit, Schlafstörungen, Kraftlosigkeit und anhaltende Schmerzen oder körperliche Beeinträchtigungen, klagen.

Nur durch gezielte Fragen ist eine gesicherte Diagnosestellung möglich. Ausgangspunkt ist das ärztliche Gespräch in dem die Dauer und Intensität sämtlicher Beschwerden erhoben werden. Entscheidend ist hier immer die subjektive Sicht des betroffenen Menschen mit der faktenbasierenden Einschätzung des Arztes in Einklang zu bringen.

Da depressive Störungen auch durch organische Erkrankungen ausgelöst werden können erfolgt gleichzeitig eine diagnostische Routineuntersuchung. Gezielt werden dabei mögliche, körperliche Ursachen ausgeschlossen. Erst die seriöse, medizinische Diagnosestellung ermöglicht die gezielte, individuelle Therapieempfehlung.

BEHANDLUNG BEI DEPRESSION

Depressionen sind durch einen episodischen, vielfach sich wiederholenden Verlauf gekennzeichnet. Therapeutische Interventionen zielen darauf ab die Symptomatik zu lindern und eine vollständige Genesung wiederherzustellen. Nach überstandener Erkrankung ist entscheidend eine neuerliche Depression zu verhindern oder zumindest in ihrer Intensität und Dauer zu mildern.

Bei sehr milden Krankheitsbildern stehen psychotherapeutische Interventionen im Vordergrund. Mit zunehmender Schwere der Erkrankung hilft eine zusätzliche, individuell abgestimmte, medikamentöse Therapie die Symptome deutlich abzuschwächen, damit den Leidensdruck zu verringern und gleichzeitig den Genesungsprozess in Gang zu bringen. Bei der Wahl der Medikamente sind, wie bei allen wirksamen Medikamenten in der Medizin auch die Nebenwirkungen zu beachten und mit dem Patienten abzustimmen. Durch die Vielzahl an zur Verfügung stehenden Substanzen ist eine individuelle, antidepressive Behandlung möglich.

Der therapeutische Erfolg einer Behandlung hat in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen und ist um einige Verfahren erweitert worden.

So hat sich die Lichttherapie bei den Herbst – Winter Depressionen, einer Depressionsform die ausschließlich in der dunklen Jahreszeit auftritt, als hilfreich erwiesen. Die Durchführung ist einfach, nebenwirkungsarm und kostensparend.

Für neuere Methoden wie der TDCS, einem Verfahren bei dem durch geringen Gleichstrom Gehirnareale stimuliert werden, fehlen weiterhin eindeutige Studienergebnisse, sodass die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie Intervention nur in Einzelfällen empfiehlt. In einer 2020 publizierten, groß angelegten Studie werden zudem die Effekte als gering beschrieben.

Rückfallprophylaxe

Das Risiko, wiederholt an einer Depression zu erkranken kann jeder Patient selbst minimieren

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